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Original oder Fake? Wie Sie Fake-Shops im Internet entlarven!

20 Jahre Pirker und Partner


Von der Wohnzimmercouch aus gemütlich alle Lebensmitteleinkäufe erledigen oder sich ohne Gedränge vor Umkleidekabine und Kassa die aktuelle Modekollektion direkt ins Haus liefern lassen – das ist längst keine Wunschvorstellung mehr. Immer mehr Konsumenten nutzen die unbegrenzten Möglichkeiten des Online-Handels. Dieser entspricht übrigens bereits 11 % des gesamten Einzelhandelvolumens.

Umso weniger verwunderlich ist es, dass Betrüger hier großes Potenzial für ihre Machenschaften sehen. Immer öfter lassen sich im Internet Seiten finden, die gefälschte Ware anbieten. Besonders beliebt sind neben Schuhen, Jacken und Handtaschen auch Spielwaren und Smart Phones.

Halten Sie Ihre Augen offen

Fake-Shops und Billigkopien vor dem Einkauf zu erkennen ist in vielen Fällen nicht so einfach. Wichtig ist, beim Einkauf im Internet wachsam zu sein. Auf folgende Kriterien sollte geachtet werden:

#1 Super-Schnäppchen: Viele der Angebote in einem Shop liegen weit unter den handelsüblichen Preisen, Zusätze wie „Super-Schnäppchen“ sollten Ihre Alarmglocke aktivieren. Kosten die Artikel weniger als die Hälfte des Originalpreises, sollten Sie lieber die Finger davonlassen.

#2 Kontaktinformationen: Jeder ordentliche Online-Shop Betreiber hat eine Mailadresse und/oder Telefonnummer über die die Kunden mit ihm in Kontakt treten können. Ist auf der Webseite eine Telefonnummer angegeben, schadet ein kurzer Anruf vor der Bestellung nicht, um den Anbieter zu verifizieren. Ein Warnsignal ist auch, wenn der Shop eine Free-Mail-Adresse verwendet (z.B. eine gmx oder gmail-Adresse).

#3 Webseite: Werfen Sie einen kritischen Blick auf die Webseite des Händlers, denn die URL kann täuschen. Die Endung .at oder .de ist kein Hinweis auf den tatsächlichen Sitz des Verkäufers. Vorsicht ist auch geboten, wenn die Homepage zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler beinhaltet.

#4 Gütesiegel: Diese werden oft unrechtmäßig verwendet oder es handelt sich um frei erfundene Vertrauenssiegel. Machen Sie auf der Seite des Gütesiegel-Ausstellers den Gegencheck, ob der Shop sich auch auf der Partner-Liste des Ausstellers befindet.

#5 Impressum / AGB: Jede ordentliche Webseite muss über ein korrektes Impressum verfügen, aus welchem der Besitzer und der Firmensitz hervorgehen. Verdächtig ist auch, wenn keine AGBs vorhanden sind, oder diese nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Der Verkäufer ist dazu verpflichtet auf das gesetzliche Rücktrittsrecht hinzuweisen.

#6 Zahlungsmöglichkeiten: Lassen Sie sich nicht auf Vorauskasse ein, bevorzugen Sie Zahlungsmöglichkeiten wie Kauf auf Rechnung oder Zahlung mit Kreditkarte, hier können Sie notfalls Ihr Geld zurückfordern.

#7 Markenprodukte: Vergleichen Sie das Logo auf der Ware mit dem Logo des Markenproduktes. Viele teure Marken führen auf Ihrer Webseite auch eine Liste mit offiziellen Händlern.

Unser Tipp

Wer bemerkt, dass er Onlineshop-Fälschern in die Falle getappt ist, sollte sofort vom Vertrag zurücktreten und die Rückzahlung des Kaufpreises anfordern (per Mail oder in einem eingeschriebenen Brief). Haben Sie mit Kreditkarte bezahlt, kontaktieren Sie so schnell wie möglich das Kreditkartenunternehmen und bitten um Rückbuchung des Betrages. Zusätzlich sollten Sie Anzeige bei der Polizei erstatten.

Wird gefälschte Ware vom Zoll abgefangen und beschlagnahmt, werden Sie kontaktiert und informiert, dass Sie der Vernichtung der Ware zustimmen oder widersprechen können. Um einem Gerichtsverfahren zu entgehen, empfiehlt es sich, der Vernichtung zuzustimmen.

Das Team von Pirker & Partner berät Sie im Zweifelsfall gerne!